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Gutartige Lid-Tumoren

Der Begriff "Tumor" wird vom Laien häufig mit einer bösartigen Geschwulst, "Krebs" gleichgesetzt. In der Medizin wird jedoch jede Gewebsveränderung, bei der es zu einer festen Verdickung des Gewebes kommt, als Tumor bezeichnet. Gutartige Lidtumore sind also Veränderungen, die zwar wachsen, aber nicht in andere Gewebe einwachsen und keine Zerstörungen verursachen, wie bösartige Tumore. Sie bilden auch keine Metastasen (=Tochtergeschwülste) und bleiben somit örtlich begrenzt. Sie können lediglich gesundes, umliegendes Gewebe verdrängen und zu unschönen Verdickungen und Schwellungen führen. Im folgenden seien die 2 am häufigsten vorkommenden Tumore vorgestellt: das Gerstenkorn und das Hagelkorn

 

Hordeolum (=Gerstenkorn)

Das Hordeolum ist  eine akute, eitrige Entzündung im Bereich der Lider, wobei hier die Entzündung in den inneren Meibom´schen Drüsen oder den externen Moll´schen oder Zeiss´schen Drüsen ihren Ursprung hat. Als häufige Erreger sind hier besonders die Staphylokokken zu nennen. Es kommt rasch zu einer deutlichen Rötung und Schwellung des betroffenen Lidabschnitts mit meist deutlichen Schmerzen. Manchmal platzt das Gerstenkorn von selbst auf; eine Therapie mit einer antibiotischen Augensalbe ist aber in jedem Fall indiziert. Milde Wärme kann die Heilung auch beschleunigen. In der Regel heilt das Hordeolum dann schnell unter dieser Therapie ab. Das Hordeolum kann aber auch zu ernsthaften Komplikationen führen und einen Lidabzess oder sogar auch eine Orbitaphlegmone verursachen. Der Patient ist dann ernsthaft krank, hat oft Fieber und muss
ggf. sogar stationär mit systemischer Antibiose versorgt werden.

 

Chalazion (=Hagelkorn)

Ein Chalazion entsteht oft auf dem Boden eines ursprünglichen Hordeolums, welches nicht komplett ausgeheilt war. Es stellt einen chronischen Entzündungsprozess und fremdkörpergranulom in den Meibom´schen Drüsen dar. Es entwickelt sich meist schmerzfrei und langsam ein  Knoten im Lid, der sich wie eine Erbse anfühlt. Meist ist das Chalazion therapieresistent. Je längerer es besteht, desto geringer die Chance auf eine medikamentöse oder gar spontane Heilung. Meist bleibt hier nur die operative Entfernung, die in der Regel von der Innenseite des Lides in örtlicher Betäubung ambulant erfolgt und nur wenige Minuten dauert. Eine Narbe bleibt meistens nicht zurück. Arbeiten am nächsten Tag ist fast immer ohne Einschränkungen möglich.

 

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