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Blepharochalasis (=Schlupflider; Dermatochalasis)

Hängende Oberlider kommen als Alterserscheinung relativ häufig vor. Es handelt sich um eine Gewebeerschlaffung mit nachlassender Elastizität der Lidhaut und Lidmuskulatur. Am häufigsten betroffen sind die Oberlider, aber auch im Unterlidbereich können ähnliche Veränderungen auftreten. Oft treten gleichzeitig auch kleine, in der Augenhöhle liegende Fettpölsterchen hervor. Dieses Fettgewebe  bewirkt ein Vorwölben des Oberlides zusätzlich zur nicht mehr straffen Haut. Tritt dies am Unterlid auf, so spricht man von "Tränensäcken". Dies führt insgesamt zu einem müden Gesichtsausdruck, was die Augen häufig verquollen aussehen läßt. Im Extremfall ist das Sehen nach der Seite und nach oben hin eingeschränkt.

Manchmal liegt der Schwerpunkt des Erschlaffungsprozesses auch höher. Die gesamte Stirn und daraus folgend die Augenbrauen (sogenannte Brauenptosis) und letztendlich die Oberlider sind abgesackt. In diesen Fällen ist eine Oberlidkorrektur dann häufig garnicht notwendig, da ein komplettes Lifting der Stirn oder ein Lifting der Augenbrauen die Verhältnisse schon so verbessert, daß ergänzende Eingriffe am Lid meist unnötig sind. Gesundheitliche Störungen wie das Ehlers-Danlos Syndrom, Tendenz zu übermäßiger Faltenbildung (Cutis laxa), Schilddrüsenstörungen, Nierenbeschwerden oder Amyloidose können die Entwicklung zur Dermatochalasis beschleunigen.

Oft ist die Blepharochalasis lediglich kosmetisch störend. Viele Patienten klagen über ein unangenehmes Schweregefühl der Lider und Müdigkeit. Es kann auch vorkommen, dass die Lidhaut so stark herabhängt, dass sie sich über die Wimpernreihe schiebt und zur Gesichtsfeldeinschränkung führt. Im Gegensatz zum „echten“ herabhängenden Oberlid (Ptosis) ist die Lidkante in einer normalen Position. Um eine genaue Unterscheidung und Diagnose zu stellen, muss der Augenarzt eine ausführliche Untersuchung inklusive Gesichtsfeld durchführen.

Die einzig mögliche Behandlung der Blephrochalsis besteht in einer operativen Korrektur mit Entfernung der überschüssigen Haut und des hervorgetretenen Unterhautfettgewebes. Meist handelt es sich dabei um eine kosmetische Operation. Diese wird im Regelfall ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt. Nach anfänglicher Schwellung und Hämatombildung (=Bluterguß) postoperativ (ca. 2 Wochen sichtbar) verschwindet die Narbe am Oberlid bei geöffnetem Auge fast unsichtbar in der naturgemäß bestehenden Restfalte. In geschlossenem Zustand liegt im Idealfall die Lidhaut glatt an.

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